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11. Juli 2020
Bitcoin Mining Verbot

Warum Chinas Bitcoin Mining Verbot einen Bullrun auslösen kann

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Einmal mehr macht das Gerücht die Runde, dass China das Bitcoin Mining verbieten möchte. Reuters berichtet aus “verlässlichen” Quellen der Regierung, dass es ein Mining Verbot plane. Was davon zu halten ist, bleibt fraglich. Warum aber selbst ein Verbot zu einem Bullrun führen kann schauen wir uns jetzt an.

China das Mekka der Miningpools

Als Mining wird das schürfen der Bitcoins bezeichnet. Bitcoins erhalten die Computer für das lösen komplexe Rechenaufgaben. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Desto höher die Leistung des Computers, desto höher die Bitcoin Belohnung. Aus diesem Grund wurden unter anderem 2017/18 so enorm viele leistungsstarke Grafikkarten verkauft.

Profitabilität ist also das Ergebnis leistungsstarker Computer. Ein leistungsstarker Computer verbraucht aber sehr viel Strom. Damit ist Strom die Variable, die auf lange Sicht ausmacht, ob sich Bitcoin Mining lohnt. So wäre es also vom Vorteil dort Bitcoins zu schürfen, wo die Stromkosten niedrig sind.  Und China ist so ein Land. China hat relativ niedrige Strompreise, sie unterscheiden sich je nach Region sind aber im Schnitt aller höchstens halb so teuer wie unsere Strompreise.

Damit ist Bitcoin Mining in China weitaus profitabler als in Deutschland. Aus diesem Grund entwickelten sich große Miningpools in China, die zusammengenommen etwa je nach Schätzung 70-80% des gesamten Mining ausmachen. Diesen Umstand ist nicht gerade beliebt, denn damit sehen die Kritiker die Dezentralität des Bitcoins gefährdet.

Mining als Bitcoin-Preis Faktor

Wie schon erwähnt, “entsteht” der Bitcoin durch das Mining. Das hieße aus ökonomischer Sicht sind die Miningkosten die Produktionskosten. Wie würde also der Unternehmer den Preis für sein produziertes Gut ansetzen? Richtig, er würde mindestens genauso viel für sein Produkt verlangen, wie er selbst investiert hat. Damit wird also der Bitcoin Preis maßgeblich von den Miningkosten bestimmt. Einer der bekanntesten Bitcoin Analysten (Thomas Lee) sagte: “Die Breakeven-Kosten für das Schürfen eines Bitcoin liegen zwischen 5.000 und 6.000 USD”.

Vorteil des Verbots

Sollte China tatsächlich radikaler gegen Kryptowährung vorgehen und das Bitcoin Mining verbieten, würde eine Verlagerung des Mining stattfinden. Bitcoins würden dann in anderen Ländern geschürft werden, die höhere Strompreise haben. Die Miner würden sich die Arbeit aber nur antun, wenn es sich für sie lohnt. Das heißt, wenn die Belohnung (Bitcoin) auch wertvoll genug ist, um deren Kosten zu decken. Damit steigen die Produktionskosten und (wer kennt es nicht als Verbaucher) wir müssen höhere Kosten für einen Bitcoin zahlen.

Darüber hinaus wäre mit der Verbot auch das Problem der Zentralisierung behoben. Das Verbot würde dem Bitcoin Ökosystem also eher gut tun als schaden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die chinesische Regierung entscheidet.

Bildnachweis: pixabay

 

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