29. März 2020
Bitcoin Trading Indicators

Die 5 wichtigsten Indikatoren zum Traden

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Hier werden die 5 bekanntesten und wichtigsten Trading Indikatoren vorgestellt. Es wird sehr kurz und knapp auf die Indikatoren eingegangen und vor allem erklärt, wann ein Kauf– und wann ein Verkaufssignal vorliegt.

Trading Indikatoren 

1. SMA (Simple-Moving-Average)

SMA ist der einfache gleitende Durchschnitt, wie es die englische Bezeichnung schon sagt. Der SMA ist relativ beliebt und einfach zu berechnen. Er errechnet sich, indem man die durchschnittlichen Schlusskurse (Schlusskurse sind praktisch die letzten Kurse für einen betrachteten Zeitraum, also Stunde, Tag, Woche etc.) eines bestimmten Zeitintervalls addiert und anschließend durch das Zeitintervall dividiert.

Hier ist die Interpretation auch recht simpel:

          • Kurse über dem gleitenden Durchschnitt = bullisch (Kaufsignal)
          • Kurse unter dem gleitenden Durchschnitt = bärisch (Verkaufssignal)

2. EMA (Exponential-Moving-Average)

Der EMA ist etwas komplexer als der SMA. Die Berechnung ist ähnlich wie bei dem SMA. Also die Summe der Schlusskurse geteilt durch die entsprechenden Kursbalken, allerdings werden hier die jüngeren Kurse stärker gewichtet als die älteren Kurse. Dadurch ist eine schnellere Reaktion des Indikators auf aktuellere Kurse möglich. Allgemein ist die Interpretation von EMA ähnlich zum SMA.

Allerdings kann man die beiden auch in einem Chart darstellen und sich deren Verlauf anschauen.

  • Kreuzt der EMA den SMA von oben nach unten, ist es eher ein Verkaufssignal, da der EMA stärker auf die aktuelleren Kurse reagiert
  • ein Kaufsignal könnte entstehen, wenn der EMA den SMA von unten nach oben kreuzt

3. MACD (Moving-Average-Convergence-Divergence)

MACD ist wohl einer der bekanntesten Indikatoren bei einer Chart-Analyse. Es ist ein Indikator, welcher das Zusammenlaufen (Convergence) bzw. Auseinanderlaufen (Divergence) von gleitenden Durchschnitten repräsentiert.

Die blaue Linie ist die MACD-Linie. Diese wird dadurch bestimmt, dass man den exponentiell gleitenden Durchschnitt der letzten 26 Tage von dem exponentiell gleitenden Durchschnitt der letzten 12 Tage abzieht. (Übrigens nennt man diese Durchschnitte auch EMA’S („Exponential Moving Average“))

MACD = exp. GD(12) – exp. GD (26)

Die rote Linie ist der 9er gleitende Durchschnitt. Diese Linie wird auch die „Signallinie“ genannt.  Signallinie deshalb, weil sobald diese Linie von dem MACD berührt wird, kann es einen Kauf- oder Verkaufssignal suggerieren. Wird der EMA (9) von dem MACD (also der Differenz von EMA (12) und EMA (26)) von oben nach unten durchkreuzt, spricht das für einen Abwärtstrend und ist eher ein bärisches Signal. Dies ist in Abbildung 1 beispielhaft dargestellt. In gelb markiert seht ihr beispielhaft Kreuzungen des MACD mit dem 9er EMA. Bei der ersten Markierung schneidet die blaue Linie (MACD) die rote Linie (9er EMA) von oben nach unten -> Abwärtstrend -> Verkaufssignal

Wenn der MACD den 9er EMA von unten kreuzt, spricht das für einen Aufwärtstrend, was demzufolge zu einem Kaufsignal führt (2. Markierung in der Abbildung).

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Ergänzend

Diese Kreuzungen und die damit einhergehenden Kauf- oder Verkaufssignale ist die Quintessenz für Trader.

Allerdings sei Vollständigkeit halber, die folgenden Punkte erwähnt:

  • Ein positiver MACD spricht für eine bullische Stimmung (Gegenteiliges gilt für den negativen MACD)
  • Steigt der positive MACD weiter an, so spricht es für immer stärker werdendes bullisches Marktumfeld (sinkt der negative weiter ab -> stärker werdendes bärisches Marktumfeld)
  • Fällt der positive MACD ab, so spricht es für einen abflachenden Aufwärtstrend (Gegenteiliges gilt für den negativen MACD)
  • Also kann man sagen, dass mit zunehmenden Abstand des MACD’s von der Signallinie sich der Trend verstärkt. Wird der Abstand dagegen kleiner, wird der Trend schwächer. (Convergence / Divergence)

4. RSI (Relative Strength Index)

Was sagt uns der RSI? Ganz einfach ausgedrückt sagt uns der RSI, wie gut der Wert des jeweiligen Coins im Verhältnis zu seinem Preis ist. (Ja, Preis und Wert können unterschiedlich sein. Preis ist das, was man bezahlt. Wert ist das, was man bekommt.) Zur Vereinfachung verzichten wir hier auf die konkrete Berechnung des RSI, denn viel wichtiger ist die Interpretation davon. Als Trader berechnet man nie die Indikatoren, denn dafür gibt es Softwarte bzw. Programme wie TradingView. Viel wichtiger ist die Interpretation.

Der RSI-Wert liegt zwischen 0 und 100. Dabei gibt es Schranken, sodass ein Wert zwischen 0-30 als überverkauft bezeichnet wird, 30-70 sagt eher wenig aus und wird eher als „normal“ angesehen und oberhalb von 70 bezeichnet man den Wert als überkauft.

  • Verkaufssignal: Wenn der RSI die 70er Marke von oben nach unten schneidet
  • Kaufsignal: Wenn der RSI aus dem 30er Bereich von unten nach oben steigt
  • Fällt der Wert einer Kryptowährung, während der RSI steigt, so deutet es auf einen Trendwechsel hin

5. Bollinger Bänder

Auf die genauen Berechnungen dieses Indikators wird an dieser Stelle ebenfalls verzichtet. Vereinfacht ausgedrückt kann man sich das so vorstellen, dass man den SMA (20) im Chart einzeichnet und oberhalb dessen befindet sich das obere „Bollinger Band“ und unterhalb des SMA (20) befindet sich eine andere Linie, nämlich das untere „Bollinger Band“.

Die Quintessenz für Trader:

  • Berührt der Kurs das obere Band: Verkaufssignal
  • Berührt der Kurs der untere Band: Kaufsignal
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