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7. Juli 2020
Fiat Geld in Kryptowährung

US Staatshilfen von 1200 Dollar fließen in Kryptowährung

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Eine recht interessante Entwicklung macht sich derzeit bemerkbar. Aufgrund der Corona Pandemie erhielten alle Steuerzahler in den USA Hilfe in Form einer Sonderzahlung von 1.200$ auf ihr Konto. Doch es scheint, als würden viele Bürger die Chance nutzen und bereit sein, das Geld in risikobehaftete Finanzanlagen zu investieren. Einen enormen Anstieg der Investition durch die US Staatshilfen macht sich vor allem bei Coinbase bemerkbar, wie der CEO anhand der Graphik zeigt. Zudem schauen wir uns an, warum ausgerechnet jetzt institutionelle Investoren Rekordsummen investieren und es vor allem auf Ethereum abgesehen haben.

Rekordhoch bei 1.200$ Einzahlung auf Coinbase

Brian Armstromg, CEO von Coinbase, meldete gestern einen enormen Anstieg der Einzahlungen in Höhe von genau 1.200$. Das ist besonders spannend, da die US Bürger Staatshilfe in selber Höhe erhalten haben.

Der US Regierung nach soll es sich bei der Staatshilfe um eine Einmalzahlung in Höhe von 1.200$ handeln. Diese soll für alle Steuerzahler mit einem Jahreseinkommen bis 75.000 $ gelten. Das betrifft wohl die meisten Menschen in den USA.  Zudem gibt es für jedes Kind einen zusätzlich Scheck von 500 $.

Der Verdacht, dass es sich bei der rekordverdächtigen Menge an Einzahlungen in Höhe von 1.200$ um die US Staatshilfen handeln könnte, wird durch die Verkündung des US Finanzminister erhärtet. Der Minister erklärte, das Hilfspaket bzw. die Hilfszahlung würde diese Woche bereits bei allen US Bürgern (bis zum 15.04.) auf dem Konto landen. Insgesamt erhalten damit etwa 80 Millionen Bürger diese Zahlung.
Zwar sei das Geld für Nahrungsmittel, Benzin und weitere überlebenswichtige Mittel gedacht, jedoch vermutet die Krypto – Community, dass einige Bürger das erhaltene Geld auf ihr Coinbase Konto eingezahlt haben.
Außerdem sollte man bedenken, wie viele Menschen auch eine andere Höhe der Einzahlung gewählt haben als 1.200 $. Diese sind in der Graphik nicht zu sehen. Es könnte also sein, dass viel mehr Menschen das “geschenkte” Geld dazu genutzt haben, um Kryptowährung zu erwerben. Zusätzlich ist Coinbase zwar eine der größten Börsen, jedoch sollte man auch bedenken, dass einige US Bürger das Geld auch auf anderen Börsen eingezahlt haben könnten.

Wirkt es sich auf die Preise von Kryptowährungen aus?

Interessanterweise betrug der Bitcoin Preis noch am 16.04. etwa 6.650 $. Stand heute liegt der Preis bei etwa 7.250 $, was einen Anstieg von 9 % entspricht. Ethereum verzeichnete einen noch höheren Anstieg und nahm um fast 20% zu (von 153 $ am 16.04. auf 183 $ Stand heute 18.04.). Warum Ethereum Bitcoin so stark outperformt hat, könnte an den Zahlen liegen, die Grayscale vorgelegt hat. Dazu gleich mehr.

Die Staatshilfen scheinen also Kryptowährungen zu befeuern. Schon lange wird diskutiert, dass das ganze neue Geld zu einer Stärkeren Inflation, wenn nicht sogar zu einer Hyperinflation führen könnte. Das würde bedeuten, dass alle Preise stark steigen. Doch das würde wiederum auch bedeuten, dass die Menschen aus Geld in Sach- und Finanzanlagen fliehen werden, was den Wert wie etwa der von Aktien massiv befeuern würde. Bitcoin, als das Gegenstück der derzeitigen Geldpolitik, könnte ebenfalls stark von dieser Geldflut profitieren.

Institutionelle Investoren nutzen die Chance und investieren

Die momentane Lage bietet den Anlegern nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Sollten die Folgen der Pandemie weniger negativ ausfallen als angenommen, könnte die enorme Menge an Geld die Aktienkurse auf neue Rekordhochs katapultieren.

Diese Chance erkennen nicht nur Privatleute bei Kryptowährungen, sondern auch immer mehr institutionelle Investoren. Grayscale, eins der bekanntesten Investmentunternehmen für digitale Vermögenswerte, meldete einen enormen Anstieg der Investitionen. Demnach haben Institutionen bereits im ersten Quartal 2020 bereits 500 Mio. US Dollar investiert. Das ist mehr als 80% von dem, was im ganzen Jahr 2019 investiert wurde!

Von den über 503,7 Mio. US Dollar wurden allein in Bitcoin und Ethereum knapp 499 Mio. investiert.

Damit verzeichnet Grayscale das Rekordquartal seit Anbeginn. Vor allem begehrt sind nach wie vor Bitcoin und Ethereum. Das Unternehmen besitzt damit 1,7 % der Umlaufmenge an Bitcoin im Unternehmen selbst, sowie Ihren Fonds Bitcoin Trust (GBTC).

Die Katze ist aus dem Sack!

Ethereum ist besonders beliebt, wie die Zahlen von Grayscale zeigen!

Institutional investors are buying ETH. The cat is officially out of the bag.

From the latest Grayscale report: Ethereum Trust saw $110M in Q1 inflows. This is more than all of its previous inflows combined for the past 2 years ($95.8M).Grayscale Report

In Ether wurde damit in einem einzigen Quartal mehr investiert als in den letzten beiden Jahren zusammen! Insgesamt verzeichnete der Grayscale Ethereum Trust eine Investitionssumme von 110 Mio. US Dollar. Zwar liegt Bitcoin mit 389 Mio. US Dollar Investitionen in Grayscale Bitcoin Trust noch deutlich weiter vorne, doch die Entwicklung der Investition bei Ethereum steigt jetzt stärker an als bei Bitcoin. Der kürzliche Anstieg um knapp 20% könnte also nur der Anfang gewesen sein. Es ist davon auszugehen, dass Ethereum zumindest kurzfristig weiterhin Bitcoin outperformen wird.

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