1. April 2020

Bitcoin und Steuern: Das müsst ihr wissen!

[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

Wenn du Bitcoin, Ethereum oder irgendeine andere Kryptowährung kaufen und verkaufen möchtest, dann solltest du definitiv dich einwenig in die Besteuerung von Kryptowährung einlesen. Wir erklären dir wie Bitcoin und co. eingestuft und in Deutschland zu versteuern sind und zeigen dir eine (kostenlose) Software Alternative, die dir all die Arbeit abnehmen kann. Zudem raten wir euch definitiv dazu eure Gewinne rechtmäßig zu versteuern, bzw. rechtzeitig daran zu denken, um sich viel Arbeit und Stress zu ersparen. Da Krypto und Steuern für viele Neuland ist, werden wir euch im folgendem ein paar Hinweise geben.

Kryptowährung für Privatanleger

Die Frage, die sich viele stellen ist, wie Bitcoin und co. in Deutschland einzustufen sind. Kurz vorweg: Bitcoin und co. sind virtuelle Währungen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Bitcoin und co. als eine Rechnungseinheit eingestuft. Damit ist Bitcoin kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern eher mit Devisen vergleichbar. Damit wird Kryptowährung als privates Geld eingestuft nach deutschem Steuerrecht. Somit werden Kryptowährungen nicht wie Kapitalerträge aus Wertpapierhandelsgeschäften besteuert!

Das heißt, dass der Handel von Kryptowährung ein privates Veräußerungsgeschäft ist (§23 Abs. 1 Nr. 2 Einkommenssteuergesetz (EStG)).

Man liest viele unterschiedliche Meinungen und Mythen rund um die Besteuerung von Kryptowährung. Beispielsweise schreiben einige, man müsse Kryptowährungs-Gewinne in einer Steuererklärung nicht angeben, solange man unter dem Freibetrag liegt etc.. Fakt ist, wenn man zu einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss man auch seine Kryptowährungs-Transaktionen angeben. Denn die Steuerfreiheit stellt das Finanzamt fest.

Wann liegt ein Veräußerungsgeschäft vor?

Gut wir wissen jetzt, dass der Handel mit Kryptowährung als privates Veräußerungsgeschäft bewertet wird. Aber wann liegt bereits ein Veräußerungsgeschäft wirklich vor?

Wichtig: Ein Veräußerungsgeschäft liegt immer dann vor, wenn man eine Kryptowährung gegen etwas eintauscht. Genauer: Nicht nur der Umtausch in Fiatwährung (Euro, Dollar etc.) sondern auch der Tausch in einer andere Kryptowährung ist ein steuerrelevanter Vorgang. Auch das Bezahlen von Waren und/oder Dienstleistung gehört dazu. Damit unterliegt praktisch jede Transaktion der Kryptowährung zunächst einer Steuerpflicht. Das heißt vor allem diejenigen, die häufiger Coins traden sollten das gut dokumentieren.

Wie wird ein steuerrelevanter Vorgang besteuert?

Maßgeblich für die Besteuerung sind der Zeitpunkt der Anschaffung der Kryptowährung und der Kurs zu dem diese gekauft wurde. Ihr solltet also beides im Blick behalten und diese Zahlen nachtragen.

KaufpreisVeräußerungspreis = Differenz bzw. euer Gewinn

Dieser Gewinn wird dann besteuert. Man hat hierbei jedoch eine Freigrenze von 600€. Wichtig: Jeder Euro bzw. auch Cent über 600€ führt dazu, dass der gesamte Gewinn versteuert werden muss und nicht nur das, was über 600€ liegt. Das heißt, wenn euer Gewinn 600,1€ beträgt, so muss auch der gesamte Gewinn von 600,1€ mit dem persönlichen Steuersatz besteuert werden.

Als Bewertungsverfahren wird üblicherweise die FiFo (First in – First out) Methode angewandt. Das heißt einfach, dass die Coins die zuerst gekauft wurden, auch als erstes verkauft werden. Diese Methode ist deshalb beliebt, weil die sogenannte Haltefrist von 12 Monaten, dann nicht immer wieder von neu anfängt.

Möglichkeit die Steuer zu umgehen?

Um die Besteuerung zu vermeiden, bzw. entgegenzuwirken gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Möglichkeit: Bei einer Haltedauer von mindestens 12 Monaten ist die Veräußerung komplett steuerfrei. Also kaufen, hodln und Jahre später sich erfreuen. Das eignet sich also nicht für Trader.
  2. Möglichkeit: Darüber hinaus könnt ihr Verluste gegenrechnen. Ein Coin hat euch Verluste beschert und der andere Coin geht to the moon. Hier könnt ihr die Verluste gegenrechnen und euren Gewinn “schmälern”. Verluste gegenrechnen könnt ihr mit Gewinnen aus dem Vorjahr aber auch als Verlustvortrag für zukünftige Gewinne.

Was sollte man nun bei der Steuererklärung beachten?

Man sollte definitiv seine Kryptowährungs-Transaktionen gut dokumentieren und nach besten Wissen und Gewissen in der Steuererklärung angeben. Sicherlich macht es Sinn ein wenig strategisch vorzugehen und mögliche Gewinnmitnahmen zu planen, so dass diese bspw. knapp unter 600€ liegen.

Unser Tipp: Mit einer Krypto-Steuer-Software kann man alle seine Trades automatisiert dokumentieren. Damit lässt sich sehr viel Zeit und Stress sparen. Vor allem wenn man bereits einige Trades durchgeführt hat und vor hat noch mehr zu traden, für denjenigen kann solch eine Software die ideale Lösung sein.

Wir haben im Team die Erfahrung mit einigen solchen Programmen gemacht und möchten euch im Folgenden unsere 2 Favoriten vorstellen. Beides sind nicht nur erfolgreiche und etablierte Software Lösungen für Krypto Steuern, sondern es sind beides deutsche Unternehmen, welche sich also mit der Rechtslage auskennen.

Cryptotax

Cryptotax eignet sich vor allem für deutsche Staatsbürger, da die Software sich explizit am deutschen Steuerrecht orientiert (auch für Schweiz und USA ist ein Steuerreport zudem möglich). Im Prinzip bietet Cryptotax 2 Angebote an. Das eine ist vollkommen kostenlos. Man kann also seine Transaktionen damit dokumentieren. Der Nachteil ist aber, dass man da keine steuerrelevante Dokumente nach deutschem Steuerrecht bekommt. Um alle steuerrelevanten Daten und Bescheide zu erhalten, sollte man die kostenpflichtige Variante wählen. Wenn man sich für die kostenpflichtige Variante entscheidet, so sind aber alle möglichen Ereignise inklusive, wie beispielsweise.: Airdrops, ICOs, Hard Forks, Mining, OTC Handel, Lending, Staking, Masternodes, Bounties, Swaps und Schenkungen und vieles mehr.

Tipp für Interessierte: Man kann sich (wie auf dem Bild zu sehen) einen Beispielreport herunterladen und ansehen wie das ganze dann gestaltet ist. Dieser Report ist sehr ausführlich und zeigt euch Schritt für Schritt was ihr wie in eurer Steuererklärung eintragen müsst, aber seht am besten selbst.

Cointracking

Cointracking.info ist eine etwa preisgünstigere Alternative, die wir ebenfalls verwenden. Besonders interessant ist hier der Erwerb der lifetime Lizenz. Also eine Lizenz, dass man jedes Jahr einen Steuerbericht erhält und das mit einer Einmalzahlung. Anders als bei cryptotax, denn da zahlt man für jedes Steuerjahr. Momentan ist diese Lifetime Lizenz rabattiert mit 65% Preisnachlass. Diese kostet momentan in der “Pro” Version 0,053 BTC (statt 0,153 BTC) und in der “Unlimited” Version 0,351 BTC (statt 0,551). Beide Preise beziehen sich auf die Lifetime Lizenz, die beiden Versionen unterscheiden sich lediglich in Anzahl der Transaktionen, Wallets etc.. Für einen Normalo und Gelegenheitstrader reicht die “Pro” Version vollkommen aus. Für einen professionellen Trader macht dagegen wohl die “Unlimited” Version mehr Sinn.

 Übrigens: Mit unserem Empfehlungslink kriegt ihr bei cointracking nochmals 10% Rabatt auf den Kaufpreis 

Aber schaut auch selbst die Preise an:

cointracking

Lohnt sich eine Lifetime Lizenz? Schauen wir uns mal die Vor- und Nachteile an. Eine Lifetime Lizenz kostet momentan etwa 420$ (0,053 * 7900$ (Kurs am 16.05.19) = 418,7$). Wenn man bedenkt, dass beispielsweise ein vollständiger Krypto Steuerbericht von Cryptotax 199€ pro Jahr kostet, dann kann man hier bereits sagen, dass sich de lifetime Lizenz vor allem dann lohnt, wenn man vor hat mehr als 2 Jahre sich mit Kryptohandel zu beschäftigen. Also stellt sich die Frage, ob man ein eher langfristiger Krypto Investor/Trader ist oder eben nur ein kurzfristiger, denn dann lohnt sich sicherlich ein normaler Jahresreport, welcher bei cointracking am günstigsten ist.

Fazit

Das Thema der Kryptowährungs-Besteuerung ist in Deutschland für die meisten Neuland. Es gibt viele Mythen und Unwissen im Internet. Wer sich aber auf die wesentlichen Sachen konzetriert und alles nach bestem Wissen und Gewissen angibt, macht wenig falsch. Zudem gibt es hilfreiche Tools, die die ganze Arbeit der Dokumentation abnehmen und einem Tipps geben, wie man eine Steuererklärung nach deutschem Recht auszufüllen hat. Als Resümee kann man sagen, dass Cryptotax wohl geeignet ist, wenn man eine einzige Steuererklärung ausfüllen mag, wohingegen der Preis bei cointracking für eine Lifetime Lizenz als ein wesentliches Merkmal hervorsticht. Beide Anbieter machen eine tolle Arbeit und helfen bei der Adaption der Kryptowährung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 5 =